Dienstag, 24. November 2020

23.02.2016
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Merkel und die Regierung: Vor dem Machtverlust steht der Wirklichkeitsverlust

Merkel und die Regierung: Vor dem Machtverlust steht der Wir...
„Dass der Bundesregierung die Dinge entglitten sind, ist für alle offenkundig, sollte man meinen, auch für die Leute im Kanzleramt. Der Zustand an den deutschen Grenzen ist so haltlos, dass sich einige der bekanntesten Juristen des Landes fragen, ob die Regierung nicht ihre Rechtspflicht verletzt. In Europa ist Deutschland von einer Führungsmacht zum Bittsteller geworden. Weil ihr kein Nachbarland in der Flüchtlingspolitik folgen will, sucht Merkel nun in der Türkei den Schulterschluss mit einem Mann, der von seiner Denkweise her nicht weit entfernt ist von einem Autokraten wie Putin, dem sie wiederum aufs Höchste misstraut.

Mit anderen Worten: Ausgerechnet die Frau, von der es immer hieß, dass sie die Dinge vom Ende her denke, hat sich in eine unhaltbare Situation manövriert. Aber statt sich politischen Bewegungsraum zu verschaffen, bleibt Merkel anscheinend unbeirrt auf ihrem Weg. … Zu den Symptomen des fortgeschrittenen "Gruppendenkens" zählte Janis die "Illusion der Unverwundbarkeit", die die Gruppenmitglieder dazu verleitet, zu optimistisch aufzutreten und Risiken zu unterschätzen. Als weitere Charakteristika nannte er den Glauben an die "inhärente Moralität des eigenen Handelns", sowie die Neigung, Kritiker als Feinde zu sehen, deren Einwände "zu schwach" oder "zu dumm" sind, um sich ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen.“


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