Samstag, 24. Oktober 2020

27.10.2015
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Pegida & Co.: miesepetrige Defätisten und falsche Patrioten

Pegida & Co.: miesepetrige Defätisten und falsche Patrioten
"Wie kleinmütig die schlecht gelaunten Retter des Abendlandes sind! Wem Deutschland wirklich am Herzen liegt, der hilft mit, dass wir „es schaffen“. Wir sind 80 Millionen, wir werden nicht islamisiert", schreibt Alan Posener in seinem gestrigen Meinungsstück "Pegida & Co: Diese miesepetrigen Defätisten sind falsche Patrioten" in der Tageszeitung "Die Welt".

Mit ungewohnt deutlichen Worten drischt Posener auf die Klein- und Missmutigen ein: "Angela Merkels Kritiker auf der Rechten haben sich auf eine Parole geeinigt: 'Wir schaffen es nicht!' Die Losung einigt alle, von den östlichen Wutkleinbürgern, die von der Islamisierung des Abendlandes delirieren, bis zu den westlichen Großbürgern, die schon immer wussten, dass Kohls Mädchen es nicht kann, aber seit 2005 den Mund gehalten haben. 'Mutti, wir schaffen es nicht!" Was für ein Armutszeugnis!' Recht hat er. Man muss kein Merkel-Freund sein, um sie gegen den modernen Zynismus unserer Tage in Schutz nehmen zu wollen.

Man kann diese destruktive Opferhaltung "unpatriotisch" nennen, wie Posener es tut. Man kann aber auch darauf hinweisen, dass die tiefsitzende Überzeugung, die Gesellschaft sei nicht imstande, über sich hinauszuwachsen, sich stark am grünen Grenzendenken orientiert, das seit Jahrzehnten die politische Landschaft prägt und zunehmend einebnet. In jedem Falle aber bricht Posener eine Lanze für das "Über-sich-Hinauswachsen", was angesichts des grassierenden Alarmismus überaus wohltuend ist.


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