Samstag, 24. Juni 2017

04.11.2016
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Kriminalität ist rückläufig - Angst vor Kriminalität wächst

Kriminalität ist rückläufig - Angst vor Kriminalität wächst
In seinem Artikel "Zwei Drittel der Deutschen schätzen Kriminalitätsentwicklung falsch ein" schildert Markus Reuter ein Phänomen, das viel über den gegenwärtiugen Zustand unserer Gesellschaft aussagt: Es fällt uns zunehmend schwer, die realistische Entwicklung unseres Gemeinwesens einzuschätzen.

"Nur ein Viertel der Deutschen sieht die Kriminalitätsentwicklung realistisch, mehr als zwei Drittel sitzen einem subjektiven Empfinden auf, das vollkommen an der Realität vorbeigeht. Bei der Personengruppe über 55 Jahre sind es gar drei Viertel, die in ihrer Wahrnehmung komplett daneben liegen", schreibt Reuter auf Netzpolitik.org.

Seit Jahren bleibe die Kriminalität in Deutschland auf niedrigem Niveau – bei sinkender Tendenz der Gesamtzahlen und steigenden Aufklärungsraten durch die Polizei. Deutschland werde von den unterschiedlichsten Quellen übereinstimmend zu den sichersten Ländern der Erde gezählt. Das einzige Kriminalitätsfeld, in dem es in den letzten Jahren laut der öffentlichen Statistiken wirklich ein signifikantes Wachstum gegeben hat, sind Wohnungseinbrüche.

Trotz dieser Fakten werde die Deutschen immer ängstlicher. Die grassierende diffuse Angst und ein subjektives Unsicherheitsempfinden der Mehrheit der Bevölkerung befeuern den Abbau von Grund- und Freiheitsrechten.

Aus grund- und bürgerrechtlicher Perspektive stellt Reuter die berechtigte Frage, "ob und wie das subjektive Unsicherheitsgefühl der Menschen wieder an die sichere Realität des Landes herangeführt werden" könne.

Ein erster Schritt zur Beantwortung dieser Frage ist es, sie öffentlich zu stellen und zu belegen, warum sie berechtigt ist.

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